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Stadt Seelze will Energie sparen - Verwaltung reagiert mit Einsparung von Energie in mehreren Bereichen auf die Energiekrise

Ein interner Arbeitsstab der Verwaltung hat für das Rathaus Seelze und für die kommunalen Gebäude Maßnahmen zur Einsparung von Energie erarbeitet. „Für die kommende Winterzeit müssen sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus auf kühlere Räume einstellen“, betont Stadtbaurat Dirk Perschel.

Ebenfalls steht die Straßenbeleuchtung auf dem Prüfstand. „Derzeit werden mit den Versorgungsunternehmen die technischen Möglichkeiten und wirtschaftlichen Auswirkungen von Teilabschaltungen geprüft“, so Perschel weiter. Sobald die Ergebnisse hierzu vorliegen, erfolgt das weitere Vorgehen in enger Abstimmung mit dem Rat der Stadt. Ebenfalls werde die diesjährige Installation der Weihnachtsbeleuchtung an den Straßenlaternen geprüft.

Insgesamt gehen die Maßnahmen über das nunmehr auch gesetzlich festgeschriebene Maß hinaus. Die Verordnung über Kurzfristmaßnahmen ist seit einigen Tagen in Kraft getreten und gilt zunächst für sechs Monate. Eine zweite Verordnung über mittelfristige Maßnahmen wird sich im Oktober anschließen. „Die rund 90 stadteigenen Immobilien wurden und werden derzeit auf Einsparpotentiale untersucht“, teilt die für das Gebäudemanagement zuständige Fachbereichsleiterin Kornelia Sargin mit.

Demnach reagiert die Stadtverwaltung gleich mit einem ganzen Einsparpaket auf die steigenden Energiepreise und knappen Ressourcen. „In etwa zwei Wochen wird das gesamte Einsparpaket stehen, und wir können uns an die Umsetzung machen“, so Sargin weiter. Kurzfristige Maßnahmen sind bzw. werden bereits umgesetzt. Diese betreffen insbesondere das Rathaus. Für die übrigen städtischen Gebäude wird es aufgrund des individuell sehr unterschiedlichen Gebäudebestandes und Nutzungszweckes eine Einzelfallbetrachtung geben, welche Maßnahme wirtschaftlich sinnvoll in der Umsetzung ist. Die Maßnahmen werden mit den Gebäudenutzenden vor der Umsetzung abgestimmt.

Der kommunale Klimaschutzmanager Georg Moxter sieht die kurzfristigen Einsparpotenziale für die Stadt vor allem bei der Absenkung der Temperatur in Räumen, Gebäuden und Liegenschaften: Laut Moxter können ab dem Beginn der nächsten Heizperiode mit vertretbarem technischen Aufwand je nach Gebäude bis zu 20 Prozent der Energie eingespart werden, wenn alle mitziehen.

Um für das Energiesparen noch mehr zu sensibilisieren, sind parallel weitere Schulungen der städtischen Hausmeister und des Kita-Personals vorgesehen.

Neben der Absenkung der Raumtemperatur gehört auch das Abstellen vom Warmwasser in den Toiletten zu den Eckpunkten. Über eine mögliche Weihnachtsruhe zwischen den Jahren ist noch nicht beschlossen. Allein aus wirtschaftlichen Gründen hat die Stadt Seelze bereits in der Vergangenheit auf entbehrliche Verbräuche verzichtet. So gibt es im Stadtgebiet traditionell sehr wenige Bereiche mit Schmuckbeleuchtung. Auch diese wurden in den letzten Tagen abgeschaltet, soweit sie nicht zeitgleich zur notwendigen Verkehrssicherung beitragen.

„Ziel der Maßnahmen ist es nicht, Verbräuche zu verlagern, sondern Verbräuche zu reduzieren. Die Entwicklung auf den Energiemärkten bedeutet für uns alle einen gewissen Komfortverlust und Anstrengungen im kommenden Winter“ führt der Klimaschutzmanager abschließend aus.