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Krieg in der Ukraine: Stadt Seelze bereitet Bürgerhaus Lohnde als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete vor

Drei Wochen nach Beginn des Krieges hat die Stadt Seelze inzwischen fast 100 Geflüchtete aus der Ukraine registriert, die privat oder in städtischen Wohnungen untergekommen sind. Da die Stadtverwaltung mit zahlreichen weiteren Menschen rechnen muss, die aus dem Kriegsgebiet nach Seelze kommen, bereitet sie im Bürgerhaus Lohnde eine Gemeinschaftsunterkunft vor.

Die Stadt Seelze habe den Ortsrat Lohnde, die örtlichen Vereine und die regelmäßigen Nutzerinnen und Nutzer informiert, dass das Bürgerhaus ab Donnerstag, 17. März, als Gemeinschaftsunterkunft benötigt und eingerichtet wird und daher bis auf Weiteres nicht für andere Zwecke verfügbar ist, sagt Bürgermeister Alexander Masthoff. Alle Betroffenen hätten Verständnis und damit eine große Solidarität gezeigt. „Wir sind sehr dankbar, dass die Dorfgemeinschaft dies so mitträgt und unterstützt“, betont der Bürgermeister. Auch die Schulleitung der Astrid-Lindgren-Schule habe sehr verständnisvoll und unkompliziert auf die fehlende Verfügbarkeit der Sporthalle im Bürgerhaus reagiert und angekündigt, im Sportunterricht nun verstärkt auf Leichtathletik im Freien setzen zu wollen.

Das Bürgerhaus Lohnde mit einer Sporthalle, mehreren Sitzungsräumen, Sanitäranlagen und einer Küche ist aus Sicht der Stadtverwaltung ein sehr gut geeigneter Ort für die geplante Gemeinschaftsunterkunft. Für bis zu 50 Menschen soll daher dort zumindest für eine Übergangszeit eine Unterkunft entstehen. 

Zwar erhalte die Stadt Seelze nach wie vor auch Angebote zu verfügbarem Wohnraum, doch sei noch nicht absehbar, ob dieser angesichts der großen Zahl ankommender Menschen aus dem Kriegsgebiet ausreiche, erläutert Carsten Herrmann, Leiter der Abteilung Soziale Leistungen und Koordinator der städtischen Flüchtlingshilfe. Bisher seien die Geflüchteten aufgrund privater Kontakte oder aus Zufall nach Seelze gekommen. „Doch wir müssen davon ausgehen, dass wir zusätzlich auch bald mit ersten Zuweisungen über das Land Niedersachsen rechnen müssen“, betont Carsten Herrmann. 

„Wir sind daher nach wie vor froh über jede private Unterkunft und Hilfe, die wir generieren können“, hebt Bürgermeister Alexander Masthoff hervor. Über ihre zentrale Kontaktstelle nehme die Stadtverwaltung unter Telefon (05137) 828477 oder per E-Mail an ukraine@stadt-seelze.de daher weiterhin Angebote zu verfügbarem privaten Wohnraum entgegen, der als Unterkunft für Geflüchtete geeignet ist. 

Die gleichen Kontaktdaten gelten auch für die Terminvergabe für die Zentrale Anlaufstelle, die die Stadtverwaltung für alle eintreffenden Geflüchteten aus der Ukraine eingerichtet hat. Diese Anlaufstelle im Rathaus Seelze, Rathausplatz 1, ist montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar und geöffnet. „Wir bitten auch alle Geflüchteten, die bereits privat in Seelze aufgenommen worden sind, sich bei unserer Zentralen Anlaufstelle zu melden“, sagt Carsten Herrmann. Die Anlaufstelle leitet dann alle wesentlichen Schritte zum Aufenthalt und Leistungsbezug von Geflüchteten in Seelze ein – von der Registrierung über die Vermittlung einer Unterkunft und Sicherung des Lebensunterhalts bis zur Prüfung und Gewährung weiterer Unterstützungsmöglichkeiten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Auch für Geflüchtete, die bereits über die Landesaufnahmebehörde aufgenommen und registriert worden sind, ist die Anlaufstelle nach ihrem Eintreffen in Seelze der zentrale Ort für alle Fragen und weiteren Formalitäten. Termine vergibt die Stadt Seelze unter Telefon (05137) 828477 oder per E-Mail an ukraine@stadt-seelze.de. Der Zugang erfolgt über die Einlasskontrolle am Haupteingang des Rathauses.

Aktuelle und ergänzende Informationen zu den weiteren Entwicklungen, zu aktuellen oder geplanten Hilfsangeboten und zur Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine wird die Stadt Seelze regelmäßig auf ihrer Internetseite www.seelze.de veröffentlichen.