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Hilfe für die Ukraine

Bürgermeister Alexander Masthoff dankt den Seelzer Bürgerinnen und Bürgern für die den zahlreichen Hilfsangebote und informiert über Unterstützungsmöglichkeiten

Liebe Seelzerinnen und Seelzer,

ich bin überwältigt von den vielen Hilfsangeboten, die uns auf so vielen Kanälen erreichen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um einige Dinge mitzuteilen, die helfen sollen die Informationen zu kanalisieren und koordinieren.

Hierzu hatte ich heute und an den vergangenen Tagen verschiedene Treffen und Austausche, an dem ich alle Mitlesenden gerne teilhaben lassen möchte. Und es wird noch weitere geben.

Vorab: Wir freuen uns über jede Idee und jeden, der oder die helfen möchten! Vielen herzlichen Dank. Jedes Hilfsangebot ist wertvoll und wird geschätzt. Danke dafür!

Dennoch: Bitte unternehmen Sie nichts auf eigene Faust. Die derzeit aufnehmenden Kommunen in den Anrainerstaaten wie Polen oder Rumänien stehen u.a. mit den jeweiligen Partnerkommunen in Deutschland in Kontakt. In Zusammenarbeit mit den großen Hilfsorganisationen sorgen diese für Hilfstransporte mit geschulten und ausgebildeten Kräften vor Ort. Diese Organisationen sind zudem europaweit vernetzt und haben auch entsprechende Transport- und Passiererlaubnisse in Krisengebiete. Außerdem würden sehr viele Klein- und Kleinsttransporte die Straßen arg belasten, so dass Staus entstehen, bei denen gerade die großen Transporte im Nachteil wären.

Daher: Sachspenden werden in Sammelstellen angenommen, die entsprechend aufgestellt und vorbereitet sind und mit den Hilfsorganisationen kooperieren. Wenn Sie beim Sammeln helfen wollen, dann sind Transporte zu den Sammelstellen für diejenigen, die kein Auto haben, eine sinnvolle Ergänzung lokal unbürokratisch zu helfen. Hierzu empfiehlt es sich aber auch vorher Kontakt aufzunehmen und abzufragen, welcher Bedarf noch besteht. Dieser Text kann gerne dazu genutzt werden sich entsprechend zu vernetzen! Außerdem haben die Hilfsorganisationen und die betreffenden Partnerkommunen uns wissen lassen, dass dringend Geldspenden benötigt werden, um u.a. die Transporte zu finanzieren oder vor Ort zu helfen. Eine Linkliste folgt am Ende dieses Textes.

Um Fragen und Informationen zu aktuellen oder geplanten Hilfsangeboten zu bündeln, hat die Stadt Seelze eine zentrale Kontaktstelle eingerichtet. Ein eigens geschaffenes Service-Telefon ist ab sofort montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 05137/828-477 erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter eingeschaltet, über den die Seelzerinnen und Seelzer ihre Anliegen schildern können. Außerdem können sie ihre Fragen, Anregungen und Hinweise per E-Mail an ukraine@stadt-seelze.de senden. Die Stadt Seelze sammelt dort alle Anfragen und wird den jeweiligen Bürgerinnen und Bürgern eine Rückmeldung zukommen lassen.

Im Weiteren werden wir die uns vorliegenden Informationen entsprechend der sich täglich verändernden Informationslage auf der städtischen Homepage so zeitnah wie möglich aktualisieren.

Zum Ablauf der Aufnahme: Derzeit müssen die ankommenden Flüchtlinge zwingend in der Landesaufnahmebehörde aufgenommen werden. Hier sind die Strukturen, um die passenden Anträge (derzeit Asyl, Krankenversicherung etc.) zu stellen und dann die Zuweisung zu den Kommunen zu koordinieren. Eine Einhaltung dieses Aufnahmeverfahrens ist die Grundlage für eine Bezugsberechtigung von Sozialleistungen. Das Abweichen davon ist (leider) nicht vorgesehen.

Es ist aber absehbar, dass es nicht lange dauern wird, bis die Menschen auf die Kommunen verteilt werden. Ich würde mich daher freuen, wenn Sie möglichst detaillierte Angebote für Wohnungen/Unterbringung an an ukraine@stadt-seelze.de senden würden. Wir prüfen dann die Angebote und kümmern uns zeitnah nach Ankunft um die Unterbringung. Eine Möglichkeit besteht auch unter https://www.unterkunft-ukraine.de/. Dennoch wäre es hilfreich, wenn wir Kenntnis erhielten, da wir so auch Unterstützung vor Ort organisieren können.

Es wird für ukrainische Flüchtlinge aller Voraussicht nach eine Anerkennung geben, die es ihnen ermöglicht zu arbeiten und zwei Jahre in der EU zu bleiben. Hier muss die EU aber noch beschließen. Die Vorlage dafür ist gestern ergangen. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.

Unterbringung von Minderjährigen, die allein ankommen (uMA): Diese werden u. a. in Gastfamilien untergebracht. Interessierte Familien werden vom Jugendamt der Region Hannover betreut. Einen entsprechenden Kontakt stellen wir auf Nachfrage her (sobald dieser vorliegt).


Hier eine aktuelle Linksammlung zu Spendenseiten etc.:

 

Herzliche Grüße
Ihr
Alexander Masthoff
(Bürgermeister)
 

Redaktioneller Hinweis: Inzwischen hat die Stadt Seelze für alle Geflüchteten eine Zentrale Anlaufstelle eingerichtet, über die die Aufnahme erfolgt und alle weiteren Schritte zum Aufenthalt und Leistungsbezug geregelt werden. Die Anlaufstelle im Rathaus Seelze, Rathausplatz 1, ist montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet. Termine für die Anlaufstelle vergibt die Stadt Seelze unter Telefon (05137) 828477 oder per E-Mail an ukraine@stadt-seelze.de.

Aktuelle und ergänzende Informationen zu den weiteren Entwicklungen zu diesem Thema wird die Stadt Seelze regelmäßig auf ihrer Internetseite www.seelze.de veröffentlichen.