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Grundschule Dedensen - Zusätzlicher Klassenraum trotz Bauverzögerung

Die Grundschule Dedensen benötigt im Schuljahr 2022/23 und nach aktuellem Stand auch im Schuljahr 2023/24 je einen zusätzlichen Klassenraum.

Ein Anbau an das bestehende Schulgebäude in Form eines Klassenraumes  ist beauftragt, allerdings später als gedacht, da zunächst keine Angebote eingegangen waren. „Auch die langen Lieferfristen für Holz von bis zu 20 Wochen werden dazu führen, dass der erforderliche Klassenraum zum Schulbeginn leider noch nicht steht“, erklärt Abteilungsleiter Michael Pietsch.   

Deshalb seien jetzt gemeinsame Flexibilität und Improvisationstalent von Schule und Stadt gefragt. Mit Einführung der Ganztagsgrundschule in Dedensen wurde 2016 ein Klassenraum mit Küchenzeile durch einige  Umbauten in eine kleine Mensa verwandelt. Dieser Raum könne jetzt vorübergehend wieder als Klassenraum genutzt werden. Damit würde die Zeit bis zur Fertigstellung des Anbaus überbrückt werden können. 

An die Schule schließt das „Haus der Vereine“ an, das bereits für die Hausaufgabenbetreuung von der Schule genutzt werde. Die Stadt plane in diesem Zusammenhang, den Saal für eine Essensausgabe umzugestalten und werde dabei die Anforderungen an die Hygiene mit der Region Hannover klären. Bauliche Veränderungen seien nicht notwendig. „Der Caterer hat kein Problem damit, dass das Essen in das Obergeschoss gebracht werden muss und der Raum bietet grundsätzlich gute Bedingungen“, erläutert Pietsch die Vorbereitungen. In den Nachmittags- und Abendstunden könnten die Vereine den Saal wie bisher weiter nutzen. Weitere Fragestellungen werden in Zusammenarbeit mit den Beteiligten gelöst. 

Als Klassenraum, wie die Schule vorschlägt, sei das Haus der Vereine nach Ansicht der Stadt nicht geeignet.  Unterrichtsmaterialien und Arbeiten der Kinder dürfen Dritten nicht zugänglich sein. Daher müssten Schränke aufgebaut und alle Materialien jeden Tag weggeräumt werden.  Eine Essensausgabe im Haus der Vereine könne nach einer Reinigung unkompliziert für die Vereinsnutzung am Nachmittag hergerichtet werden und wäre sogar größer als die bisherige Mensa. 

Mit einem ähnlichen Modell habe die Stadt bereits ab 2015 erfolgreich die lange Bauphase für eine Mensa in der Brüder-Grimm-Schule mit einer Essensausgabe in der benachbarten Seniorentagesstätte gemeistert. Die Doppelnutzung habe sich als praktikabel erwiesen. Die Schulkinder aus der Regenbogenschule gingen zudem seit 2015 in das Schulzentrum Seelze zum Mittagessen oder nehmen die Speisen in einer im Untergeschoss improvisierten Mensa zu sich. „Wir sind wirklich beeindruckt, wie gut die Schulen mit den jeweiligen Situationen umgehen und räumliche Engpässe meistern“, bestätigt Fachbereichsleiterin Andrea Kaemmerer die gute Zusammenarbeit.

Nach Einschätzung der Stadt werde sich die Situation in Dedensen langfristig entspannen, da nach Inbetriebnahme der neuen Grundschule in Harenberg die Kinder aus Lathwehren und Kirchwehren dort beschult werden sollen. „Die langfristigen Schülerprognosen bescheinigen dem Standort in Dedensen bisher eine dauerhafte Einzügigkeit. Die Zukunft der Schulen im Westen des Stadtgebietes wird jetzt im Arbeitskreis Schule und in den politischen Gremien diskutiert und damit in diesem Jahr ein wichtiges Thema sein“. Damit verweist Kaemmerer auf aktuelle Beschlüsse des Rates.