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Frau.Macht.Demokratie: Beteiligte am Mentoring-Programm sammeln viele Erfahrungen

Das landesweite Politik-Mentoring-Programm Frau.Macht.Demokratie ist beendet. In Seelze nahmen Ina Ritter, Petra Scholl und Romy Fonk als sogenannte Mentees sowie die Ratsmitglieder Petra Cordes, Knut Werner und Jens Willms als Mentoren daran teil. In den vergangenen rund 18 Monaten sammelten sie gemeinsam viele und insgesamt sehr positive Erfahrungen.

„Ich freue mich sehr darüber, dass die drei Mentees umfangreiche Einblicke in die politische Arbeit erhalten haben und sich auch künftig politisch engagieren möchten“, sagt Seelzes Gleichstellungsbeauftragte Gabriela Giesche zum Abschluss des von ihr für Seelze organisierten Projekts. Die Mentees und ihre Mentoren hätten sich mit viel Zeit, einer hohen Motivation und einem großen Engagement eingebracht, lobt sie. 

„Ich war neugierig, wie Kommunalpolitik funktioniert, wie Themen und Probleme behandelt und bearbeitet werden und wo und wie es letztendlich zur Entscheidungsfindung kommt“, beschreibt Romy Fonk ihre Motivation, an dem Programm des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung teilzunehmen. „Das Mentoringprogramm bot mir die Gelegenheit, die andere Seite kennenzulernen“, sagt Petra Scholl, die sich unter anderem als Vorsitzende des Stadtteilvereins Letter-fit: Miteinander-Füreinander für mehr Lebensqualität in ihrem Stadtteil einsetzt. Ina Ritter startete mit einer klaren Erwartung in das Projekt. „Hinsichtlich der diesjährigen Kommunalwahlen wollte ich in Kommunalpolitik hineinschnuppern. Das Projekt bot mir die Möglichkeit, meine Erfahrungen und Wahrnehmungen mit anderen Frauen mit ähnlichen 'Neulings'-Erfahrungen auszutauschen“, erzählt sie. Romy Fonk sah für sich in dem Programm eine gute Chance, einen anderen Blick für Politik zu bekommen. Ihr Mentor Jens Willms (CDU) habe ihr aufgezeigt, dass er Themen aus den verschiedenen Perspektiven heraus, zum Beispiel als Mitglieds des Ortsrates, des Stadtrates oder als Fraktionsvorsitzender betrachtet. „Das ist nämlich nicht immer das Gleiche“, betont die Letteranerin. 

Auch Petra Scholl fühlte sich bei ihrer Mentorin Petra Cordes (CDU) sehr wohl. „In der Fraktion bin ich gut aufgenommen worden und durfte mitarbeiten, was mir viel Spaß gemacht hat“, erzählt sie. Einige ihrer Vorschläge seien sogar in Anträgen für den Rat gemündet. „Die intensiven Diskussionen zeigten, dass Demokratie gelebt wird“, sagt Petra Scholl. Ina Ritter, Mentee von Ratsherr Knut Werner (Grüne), sieht ihre Erwartungen an das Programm sogar übertroffen. „Das Begleitprogramm war informativ und unterhaltsam“, sagt sie. Als besonders beeindruckende Erlebnisse habe sie die Vorträge von Beschäftigten der Stadtverwaltung zu den Themen Finanzen sowie Kommunalrecht empfunden. Für Romy Fonk bildete ein Umfrage-Projekt unter Frauen im Stadtteil Lettern ein solches besonderes Erlebnis, das sie in dieser Zeit habe planen, auswerten und präsentieren können.  
 
Für alle drei Mentees steht fest, dass sie sich nach dem Abschluss des Programms in der Politik einbringen möchten. „Ich will mich nicht nur im Verein, sondern auch in der Kommunalpolitik für ein lebenswerteres Seelze einsetzen“, sagt Petra Scholl. „Ich habe mich schon kurz nach dem Programmstart entschieden, mich weiter politisch zu engagieren“, erzählt Romy Fonk. Beide wollen bei den Kommunalwahlen im September kandidieren. Ina Ritter führte Frau.Macht.Demokratie in die Politik auf regionaler Ebene – in den Regionsvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen. Dort habe sie auf die Sicherheit zurückgreifen können, die sie durch das Projekt erlangt habe, betont sie.