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Ein schöner Ort für 105 Kinder: Die neue Kita An den Grachten ist gestartet

Hell, freundlich und rundum modern – diesen Eindruck vermittelt die neue Kindertagesstätte An den Grachten. Nach nur 17 Monaten Bauzeit hat das Betreuungsangebot in dem großen Neubau mit Platz für bis zu 105 Kinder am 1. Februar in Seelze-Süd den Betrieb aufgenommen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses schöne Gebäude nach einer vergleichsweise kurzen Bauphase eröffnen können“, sagt Bürgermeister Alexander Masthoff. Auf 4000 Quadratmetern seien seit dem Beginn der Bauarbeiten im September 2020 die Räume für zwei Krippengruppen für Kinder im Alter von einem bis drei Jahren sowie für drei Kita-Gruppen für Kinder von drei bis sechs Jahren entstanden. Mit den 105 Betreuungsplätzen hat die Stadt Seelze auch vier neue Integrationsplätze für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen geschaffen.

„Das Gebäude wurde von Architekt Adam Kostyra vom Hannoverschen Büro Ertaelt & Laes entworfen, der auch den baugleichen Anbau der Kita Hirtenweg in Letter geplant und umgesetzt hat“, erläutert Silke Rese-Sussick, Leiterin des Fachbereichs Kindertagesbetreuung. Damit könne die Stadt Seelze in der neuen Kita An den Grachten ein bereits sehr erprobtes und bewährtes Konzept umsetzen. Während sich die Gruppenräume der Krippenkinder im Alter unter drei Jahren im Nordflügel befinden, sind die Büroflächen sowie die Küche ebenso wie die Gruppenräume für die Kita-Kinder im Alter ab drei Jahren im Westflügel parallel zur Straße An den Grachten angeordnet. „Für beide Altersgruppen ist jeweils ein Mehrzweckraum vorhanden“, betont Silke Rese-Sussick.

Das Außengelände der Kita befindet sich aktuell noch im Bau. „Doch wenn die Witterung mitspielt, soll das gesamte Außengelände bis Ende April fertiggestellt sein“, sagt die Fachbereichsleiterin. „Es wird räumlich getrennt in einen U3- und einen Ü3-Bereich mit jeweils altersgerechten Spielgeräten für die Krippen- und Kita-Kinder angelegt“, ergänzt sie.

Modern sind nicht nur das Gebäude selbst und dessen Ausstattung: Die Heizung des Neubaus erfolgt mittels Erdwärme. Zusätzlich ist eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert, die einen Großteil des Stroms für den Betrieb der neuen Kita liefert. Insgesamt beantragte die Stadt Seelze beim Land Niedersachsen sowie bei der Region Hannover Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro für den Neubau, in den sie rund 6,5 Millionen investierte und der damit im vorgesehenen Kostenrahmen blieb.

Für die ersten Kindergarten- und Krippenkinder, die am 1. Februar ihren ersten Tag in der neuen Kita erlebten, beginnt nun die Eingewöhnungsphase. Diese wird von der neuen Kita-Leiterin Alexandra Ahlhorn und ihrem Team gestaltet. „Alexandra Ahlhorn bringt viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern mit“, freut sich Silke Rese-Sussick über die hervorragende Besetzung dieser Stelle. Weitere neun Erzieherinnen und Sozialassistentinnen haben mit ihr mit der Eingewöhnung der ersten Kindergarten- und Krippenkinder begonnen. „Im Lauf der nächsten Wochen wird sich die Zahl der zu betreuenden Kinder und des pädagogischen Personals dann schrittweise erhöhen und es kann mit der Eingewöhnung begonnen werden. Diese Zeit der Eingewöhnung ist sehr wichtig für die Kinder, um gut in der Kita anzukommen“, betont die Fachbereichsleiterin.

Auch aus diesem Grund, insbesondere aber aufgrund der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, verzichtet die Stadt Seelze zunächst auf eine feierliche Eröffnung oder Begehung der neuen Kita. Beides soll zu gegebener Zeit nachgeholt werden. Für die Politik und die Öffentlichkeit wird es allerdings in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Freizeit am Dienstag, 8. Februar, um 18 Uhr eine kurze Präsentation mit Eindrücken von der neuen Kita geben. Die Sitzung erfolgt als öffentliche Videokonferenz, die im Internet über das kostenfrei verfügbare Portal GoToMeeting abrufbar ist. Auf diesem Weg können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an der Sitzung teilnehmen. Die Zugangsdaten zu der Online-Sitzung leitet die Stadt Seelze auf Anfrage per E-Mail an ko-stelle@stadt-seelze.de an die Interessentinnen und Interessenten weiter.

Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist anhaltend hoch

Die Stadt Seelze als Trägerin kommt mit dem Neubau der Kita an den Grachten dem hohen Bedarf an Krippen- und Kitaplätzen nach. „In den vergangenen vier Jahren haben wir damit bereits 138 zusätzliche Krippen- sowie 207 zusätzliche Kindergartenplätze in Seelze geschaffen“, sagt Silke Rese-Sussick, Leiterin des Fachbereichs Kindertagesbetreuung. Nach derzeitigem Stand würden in den nächsten Jahren noch weitere 45 Krippenplätze und 75 Kindergartenplätze benötigt. 

Der steigende Bedarf an Betreuungsplätzen ergibt sich unter anderem aufgrund des fortwährenden Zuzugs nach Seelze, des Geburtenanstiegs, der Einführung der Beitragsfreiheit für Kindergartenplätze, die seit dem 1. August 2018 in ganz Niedersachsen gilt, sowie der sogenannten Flexi-Regelung, die es schulpflichtigen Kindern ermöglicht, länger im Kindergarten bleiben zu können. So haben die geänderten Regelungen dazu geführt, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen bei den Kindern im Alter von drei bis sieben Jahren von bisher 98 Prozent auf 100 Prozent anstieg. Und statt früher 25 Prozent der sechsjährigen Jungen und Mädchen, für die die Flexikinder-Regelung galt, sind es mittlerweile 37,5 Prozent, bei denen die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind einschulen oder ein Jahr länger in der Kita lassen möchten. Ebenfalls deutlich gestiegen ist der Bedarf bei den Krippenkindern. Statt bisher 38 Prozent aller Kinder im Alter bis zu drei Jahren liege der Bedarf inzwischen bei 45 Prozent. Daraus ergibt sich, dass die Stadt Seelze auch weiterhin neue Kita- und Krippenplätze schaffen muss und wird.