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Die Stadt Seelze schlägt eine Teilfläche am Sportplatz Dedensen für einen temporären Dirt-Park vor

Auf einer 3000 Quadratmeter großen Teilfläche am Sportplatz Dedensen soll für zwei Jahre ein sogenannter Dirt-Park als Freizeit- und Bewegungsfläche für Jugendliche und Sportbegeisterte entstehen.

Das schlägt die Stadtverwaltung dem Ortsrat Dedensen und dem Rat der Stadt Seelze in einer nun veröffentlichten Beschlussvorlage vor. 

„Die Fläche in Dedensen erscheint dafür sehr geeignet“, sagt Bürgermeister Alexander Masthoff. Ausgehend von einer Initiative zweier Jugendlicher aus Gümmer, die sich für die Errichtung eines solchen Dirt- oder Bike-Parks einsetzen, hatte der Rat der Stadt Seelze die Verwaltung im Juni 2021 beauftragt, im gesamten Stadtgebiet nach geeigneten Freizeitflächen zu suchen, die insbesondere für Mountainbike- und BMX-Strecken sowie Skater-Anlagen nutzbar erscheinen. Zusätzlich beauftragten die Ratsmitglieder die Stadtverwaltung im September 2021, in Gümmer nach einem geeigneten Grundstück für eine Dirt-Bahn zu suchen und die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Die städtische Abteilung Umwelt, Klima & Friedhöfe habe daraufhin eine Suchmatrix erarbeitet und die in Frage kommenden Standorte unter anderem gemeinsam mit den beiden Jugendlichen bei Ortsterminen auf ihre Eignung geprüft, erläutert Andrea Stemke, Leiterin des Fachbereichs Mobilität und Umwelt. Allerdings habe die Stadtverwaltung keine geeigneten Flächen in Gümmer finden können. „Aufgrund der Gegebenheiten vor Ort, der Erschließungsmöglichkeiten oder der Beeinträchtigung öffentlicher oder privater Belange mussten die anvisieren Flächen in Gümmer leider ausgeschlossen werden“, bedauert sie.

Allerdings habe die Suche ergeben, dass die nun vorgeschlagene Teilfläche am Sportplatz Dedensen und unmittelbar neben dem Festplatz als möglicher temporärer Standort in Frage komme. „Das Gelände befindet sich im Besitz der Stadt Seelze, wodurch kein Ankauf von Flächen erfolgen muss“, betont Andrea Stemke. „Zudem treten keine Flächenkonkurrenzen mit der Natur oder der angrenzenden Landwirtschaft ein – und durch den Abstand zur Bebauung werden potenzielle Konflikte entschärft“, ergänzt die Fachbereichsleiterin. 

Für die Nutzung als Dirt-Park sei zu berücksichtigen, dass das Grundstück an der Raiffeisenstraße im Geltungsbereich eines Bebauungsplans liegt. Die vorhandene Wertstoffinsel soll zudem erhalten bleiben. Im Bebauungsplan seien darüber hinaus ein Regenrückhaltebecken und eine Ballsportanlage dargestellt. Diese Nutzungsvorgaben würden einer temporären Belegung der Fläche für den Dirt-Park jedoch nicht widersprechen. „Somit stehen dort rund 3000 Quadratmeter für den Dirt-Park zur Verfügung“, sagt Andrea Stemke. Angesichts dieser Größe sei sogar denkbar, dass weitere Freizeitangebote wie eine Ballspielfläche auf dem Grundstück Platz finden könnten.

Da sich das Gelände im Unterschied zum Ratsbeschluss allerdings nicht im Gümmer sondern im benachbarten Dedensen befindet, müsse auf jeden Fall die Bereitschaft von Ehrenamtlichen neu evaluiert werden, sich für diese Fläche einzusetzen und unter anderem Aufgaben bei der Herrichtung und Pflege der Fläche zu übernehmen. „Für die Realisierung benötigen wir auf jeden Fall die Unterstützung der Dorfgemeinschaft“, betont Bürgermeister Alexander Masthoff. 

Neben dem Beschluss über die Nutzung als Dirt-Park für zunächst zwei Jahre sieht die Vorlage vor, dass die Verwaltung gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft Dedensen die Herrichtung der Fläche übernimmt. Zu diesem Zweck sind in der Beschlussvorlage bis zu 5000 Euro für die organisatorische Jugendarbeit und praktische Hilfestellung vor Ort vorgesehen. Als erste Arbeitsschritte seien unter anderem Workshops zur Ideensammlung und Planung für den Dirt- oder Bike-Parks und zum Erstellen eines Nutzungskonzepts sowie eine Begleitung der Bauphase, des Betriebs und der Veranstaltungsplanung durch das Team Jugend der Stadt Seelze angedacht. 

Die ersten Beratungen über die Beschlussvorlage sind für die öffentliche Sitzung des Ortsrates Dedensen am Dienstag, 24. Mai, sowie für die Sitzung des Ausschusses für Bau und Umwelt am Mittwoch, 8. Juni, geplant. Die Beratungen und ein Beschluss des Rates sind für die Sitzung am Donnerstag, 30. Juni, vorgesehen.