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Die Stadt Seelze lässt an zwölf Straßen junge Bäume pflanzen

Zehn zusätzliche junge Rotdorn-Bäume säumen seit Dienstag die Heimstättenstraße und die Schillerstraße. Dort und an zehn weiteren Straßen setzten Beschäftigte eines Fachbetriebs sowie des städtischen Betriebshofs in den vergangenen Tagen insgesamt 29 Bäume verschiedener Arten. 17 weitere Bäume sollen Mitte April folgen.

„Die Straßenbäume sind bis zu zwölf Jahre alt und haben einen Stammumfang von 16 bis 18 Zentimeter sowie einen Kronenansatz von mindestens 2,20 Metern“, erklärt Matthias Kuhlmann, Baumsachverständiger von der städtischen Abteilung Mobilität und Entwässerung. Alle Bäume seien dreimal verschult – das heißt, sie sind bereits dreimal umgepflanzt worden, um möglichst verzweigte Wurzeln auszubilden und an ihrem neuen Standort entsprechend gut und standfest anzuwachsen.

Viele der Bäume sind an die gleichen Orte gesetzt worden, an denen zuvor Bäume standen, die unter anderem aufgrund ihres Alters oder wegen anderer Gründe abgestorben waren. An der Heimstättenstraße habe die Stadt Seelze mit dem Rotdorn auf die gleiche Sorte gewählt, die auch zuvor dort stand. Auch an der Alfred-Nobel-Straße seien ein durch einen Unfall beschädigter Spitzahorn sowie an der Stöckener Straße drei kranke oder schon abgestorbene Winterlinden durch Bäume der gleichen Art ersetzt worden. 

Am Dahlienweg sind nach einem Beschluss des Ortsrates Letter Neuanpflanzungen von zehn Bäumen erfolgt. „Dort habe ich mich für den Amber entschieden, da dort auch noch Platanen stehen und der Amber ein Ahorn-ähnliches Blatt hat“, sagt Matthias Kuhlmann. In der Liste der Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz zu Zukunftsbäumen für die Stadt aus dem Jahr 2020 sei der Amber als trockenheitsverträglich und straßentauglich eingestuft worden. „,Zudem hat er eine schöne gelbe bis tief orangerote Herbstfärbung und gilt als Bienengehölz“, betont Matthias Kuhlmann. 

Auch bei der Anpflanzung von zwei Eisenholz-Bäumen an der Bremer Straße als Ersatz für zwei ausgefallene Bäume habe er auf die einschlägige Literatur und interessante Interviews vertraut, um mit dieser trockenheitsverträglichen Sorte einmal einen neunen Akzent zu setzen. „Für den Ersatz eines Baumes im Hermannstal haben wir eine Blutbuche gewählt, da hier etwas mehr Platz für einen großen Baum ist und auch auf einigen Privatgrundstücken einige sehr schöne alte Blutbuchen stehen“, erläutert Matthias Kuhlmann. Außerdem pflanzten die Beschäftigten des beauftragten Fachbetriebs sowie des städtischen Betriebshofs jeweils eine Robinie an den Straßen Im Sande und Kurzer Kamp sowie jeweils eine Schwedische Mehlbeere an der Neuen Straße und an der Ludwig-Jahn-Straße. Auch dort ersetzen die jungen Bäume ausgefallene Bäume, die unter anderem aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernt werden mussten.

Mitte April sollen zudem 17 junge Bäume an der Straße Böhmsche Wiesen gepflanzt werden. In den dortigen in den Beeten an der Fahrbahn hatte die Stadt Seelze im Februar 17 Zierbirnen entfernen lassen, da diese mit ihrem massiven Fruchtfall unter anderem für ein sehr großes Aufkommen von Wespen sowie eine erhöhte Rutschgefahr auf der Fahrbahn und dem Gehweg sorgten und nach Einschätzung der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz eine geringe Eignung als Straßenbaum aufwiesen. Nach einem sehr konstruktiven Austausch mit Seelzes Naturschutzbeauftragten Willi Raabe sollen dort nun Bäume der Sorte Säulenförmiger Spitzahorn gesetzt werden. Diese gelten als hitze- und trockenheitsverträglich,
windfest und sehr frosthart und werden zugleich als Blütenbaum und Bienengehölz und somit als sehr insektenfreundlich eingestuft.