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Der Rohbau des neuen Interimsgebäudes am Georg-Büchner-Gymnasium steht

In weniger als vier Wochen ist auf dem südlichen Schulgelände des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) der Rohbau eines neuen Interimsgebäudes entstanden. Der zweigeschossige Modulbau, errichtet aus 79 Containern, erfüllt auf rund 700 Quadratmetern Grundfläche alle Ansprüche eines modernen Schulgebäudes und soll Ende Mai bezugsfertig sein.

„Das wird keine Notlösung, sondern steht anderen Klassenräumen in keiner Weise nach“, betonte der stellvertretende Schulleiter Jörg Beker bei einem Besuch in einem der im Aufbau befindlichen Unterrichtsräume. „Man hat nicht den Eindruck, dass dies hier Container sind. Das ist schon beeindruckend“, befand er. Das gesamte Gebäude mache einen sehr wertigen und haltbaren Eindruck. „Von der Ausstattung her steht der Modulbau dem Hauptgebäude in nichts nach“, stimmte Claudia Kahlert vom Team Weiterführende Schulen der Stadt Seelze zu. Im Gegenteil: Alles entspreche dem heutigen Standard, waren sich Claudia Kahlert und Jörg Beker einig.

„Wir sind sehr froh darüber, dass dem GBG damit zeitnah Ausweichmöglichkeiten anbieten können“, sagte Stadtbaurat Dirk Perschel. Der im Erdgeschoss komplett barrrierefrei gestaltete Modulbau mit zwölf Klassenräumen, einem Differenzierungsraum und mehreren Sanitäranlagen auf 1400 Quadratmetern Gesamtfläche wird aufgrund der steigenden Schülerzahlen sowie der geplanten Sanierungen und Neubauten am GBG dringend benötigt, um in den nächsten Jahren einen geregelten Schulbetrieb für die Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten. Da unter anderem der bestehende Südflügel des Gymnasiums abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden soll, sei die Nutzung des Modulbaus während dieser Bauarbeiten für mindestens vier bis fünf Jahre vorgesehen. Die Schulleitung sei sehr froh, dass der gewachsene Raumbedarf des Gymnasiums mit aktuell 1323 Schülerinnen und Schülern damit in Kürze gedeckt wird und zugleich für den mit dem Abriss des Südflügels entstehenden Raummangel vorgesorgt ist, hob Jörg Beker hervor. Mittelfristig rechnen die Stadt Seelze und die Schulleitung sogar mit bis zu 1550 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten.

„Es ist geplant, dass die Schülerinnen und Schüler spätestens Ende Mai hier einziehen können“, erläuterte Jan Fedler von der Abteilung Gebäudemanagement der Stadt Seelze. Voraussetzung sei, dass es zu keinen weiteren Verzögerungen komme. Diese habe es unter anderem bedingt durch den starken Wintereinbruch im Februar mit bis zu 20 Zentimeter hohem Neuschnee und die Corona-bedingten Kontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze gegeben, durch die sich die Anlieferung und der Aufbau der Module um etwa drei Wochen verschoben hatte. „Man kann auch erahnen, was das hier für eine logistische Meisterleistung ist“, lobte Jörg Beker und weitete dieses noch aus. „In der Zusammenarbeit mit der Stadt erleben wir ein tolles Miteinander“, sagte er. Die Schulleitung sei in alle Planungen frühzeitig einbezogen worden und habe sich stets einbringen können. „Wir haben hier aber auch eine sehr geduldige Schulleitung“, gab Stadtbaurat Dirk Perschel ein Lob zurück.

Neben dem bevorstehenden Abschluss der Dacharbeiten werde nun bereits am Innenausbau gearbeitet. Allein die Möblierung, die langfristig auch im Neubau genutzt werden soll, koste die Stadt Seelze rund 100.000 Euro. Insgesamt investiere die Stadt Seelze in den Ankauf der Module und den Aufbau des Interimsgebäudes inklusive aller Anschlüsse und der Gestaltung der Zugänge rund 2,5 Millionen Euro.