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Aufzug-Ausfall dauert an: Hilfsbedürftige sollten Heimstättenbrücke umfahren

Der Ausfall des Aufzugs an der Heimstättenbrücke dauert an. Aufgrund eines Abmessungsfehlers einer eigens in einem Werk in Frankreich hergestellten neuen Tür kann der Aufzug auf unbestimmte Zeit nicht wieder in Betrieb gehen.

„Unsere Fachabteilung hat die Mitteilung erhalten, dass die Ersatzteile nicht über die korrekten Maße verfügen, so dass der Einbau noch nicht erfolgen kann“, erläutert Stadtsprecher Carsten Fricke. Der im Jahr 2009 installierte Aufzug an der Kantstraße in Höhe der Döteberger Straße ist bereits seit Ende August wegen einer defekten Tür außer Betrieb. Die Stadt Seelze beauftragte eine sofortige Reparatur, doch bereits kurz nach dem Auftreten des Defekts teilte der Hersteller mit, dass eine Wiederaufnahme des Betriebs erst nach dem Austausch der Tür möglich ist. Da es sich bei dem Ersatzteil eine Spezialanfertigung handele, sei den Angaben des Herstellers zufolge erst in 14 bis 20 Wochen mit der Lieferung und Reparatur zu rechnen. Durch das fehlerhaft hergestellte Ersatzteil verzögert sich der Einbau nun weiter.

„Wir müssen daher davon ausgehen, dass der Aufzug bis auf Weiteres außer Betrieb bleibt“, betont Carsten Fricke. Trotz mehrfacher Nachfrage habe der Hersteller noch keinen Termin für die Lieferung und Reparatur in Aussicht gestellt. Auch wegen dieser unbestimmten Zeit bis zur Reparatur, der winterlichen Witterung und der hohen Kosten hat die Stadt Seelze entschieden, das Hilfsangebot an der Treppe der Heimstättenbrücke nicht weiter zu verlängern. Für rund vier Monate standen dort wochentags ein bis drei Beschäftigte im Auftrag der Stadt Seelze bereit, um hilfsbedürftige Menschen an der Treppe der Heimstättenbrücke zu unterstützen.

Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis, dass dieser Service ab sofort nicht weiter angeboten werden kann, und ruft alle Verkehrsteilnehmer, die die Treppe nicht eigenständig und ohne Hilfe nutzen können, dazu auf, die Brücke zu umfahren.

Der Aufzug an der Fußgängerbrücke wird grundsätzlich vor allem als Verbindung von Seelze-Süd zum Seelzer Zentrum stark frequentiert. So wurden für den Zeitraum von Januar bis Juni 2019 insgesamt rund 77.500 Fahrten dokumentiert. Das entspricht durchschnittlich etwa 428 Fahrten pro Tag.

Um eine dauerhafte und weniger störungsanfälltige Alternative zum Auszug herzustellen, hat der Rat der Stadt Seelze in seiner Sitzung am Donnerstag, 12. Dezember, einstimmig den Bau einer barrierefrei zugänglichen Rampe an der Heimstättenbrücke beschlossen. Die langgestreckte und geschwungene Rampe soll über 150 Meter führen, um den Höhenunterschied von 7,30 Metern zu überwinden, und über eine Neigung von maximal sechs Prozent und Zwischenpodeste verfügen. Den Berechnungen eines Fachbüros zufolge wird die Rampe rund 2 Millionen Euro kosten.