Kastanie in Letter krank: Fällung und Neupflanzung vorgesehen

23.08.2016

Die Stadt hat jetzt ein aktuelles Gutachten über den Zustand und die Verkehrssicherheit der stadtbildprägenden Rosskastanie auf dem Kastanienplatz in Letter in Auftrag gegeben und ausgewertet.

Bereits 2013 wurde durch ein erstes Gutachten zu dem Zustand des rund 80-jährigen Baumes festgestellt, dass es Schäden am Stammfuß, am Stamm und in der Krone gibt. Seitdem wurde der Baum kontrolliert und beobachtet. Das aktuelle Gutachten stellt fest, dass der Zustand der Kastanie sich weiter verschlechtert hat und die Verkehrssicherheit auf dem Kastanienplatz nicht mehr gewährleistet ist. Der Baum muss jetzt gefällt werden und die Fachfirma hat dafür Samstag, 27. August vorgesehen. Eine Neupflanzung eines Baumes an gleicher Stelle ist vorgesehen.

Gemeinsam mit der Sachverständigen Claudia Amelung, die das aktuelle Gutachten erstellt hat, unterrichtete die Stadtverwaltung am Montag, 22. August den Ortsrat Letter über den schlechten Zustand des Baumes. So trägt die Oberkrone der Kastanie kaum noch Blätter und ganze Äste und Kronenpartien sind tot. Die Rinde am Stammfuß, am Stamm sowie in der Krone weist dunkle Leckstellen auf und ist unten am Fuß nahezu komplett abgestorben. Diese Symptome zeigen, dass die Kastanie seit längerem mit einem stäbchenförmigen Bakterium der Gattung Pseudomonas in Verbindung mit einem pilzlichen Erreger, einer Art Phytophthora, befallen ist. Auch ein radikaler Rückschnitt der gesamten Krone um bis zu fünf Meter würde das Absterben des Baumes nicht verhindern, so die Gutachterin.

Der genannte bakterielle Erreger, der die „Pseudomonas-Rindenkrankheit“ an Rosskastanien verursacht, ist seit etwa zehn Jahren in Deutschland bekannt. Bei stärkerem Befall stirbt die Rinde streifenförmig ab, wodurch in der Regel auch Teile der Krone absterben. In der Folge werden die befallenen Bäume von holzzerstörenden Pilzen besiedelt, die im Holzkörper der erkrankten Bäume eine Fäule verursachen und somit die Standfestigkeit und Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Die durch pilzliche Erreger verursachte „Phytophthora-Krankheit“ kann sich zudem in Blattvergilbungen und Wurzelschäden äußern. Kurative Maßnahmen sind im Falle beider Erkrankungen leider nicht möglich.

Aufgrund dieser Diagnose und der Gefährdung der umliegenden Häuser und der Fußgänger auf dem Kastanienplatz sieht sich die Stadt gezwungen, den Baum zu fällen. Die Nachpflanzung eines neuen Baumes soll nach Austausch des Bodens in Absprache mit dem Ortsrat Letter schnellstmöglich erfolgen. Rund 3.000 Euro möchte die Verwaltung für einen neuen Baum mit einem Stammdurchmesser in ein Meter Höhe von rund 30 cm, einer Breite von etwa vier Metern und einer Höhe von rund fünf Metern investieren.
 

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