Balzer: "Land hält sich nicht an Zusagen zur Ganztagsschule"

10.11.2005

Die Stadt Seelze kämpft um ihre Ganztagsschule und will den Vorwurf des Landes, sie würde sich zu spät bewerben, nicht gelten lassen. Die Region Hannover hatte 2002 in Absprache mit der damaligen Landesregierung sechs Schulen im alten Landkreis Hannover benannt, die Ganztagsschulen werden sollten. Dieses Verfahren war verabredet worden, um die begrenzten Mittel dort einzusetzen, wo Ganztagsschulen wegen der sozialen Struktur der Schüler am dringendsten erachtet wurden. Darunter war die Haupt- und Realschule in Seelze. Nach dem Regierungswechsel hat das Land entgegen der vorher getroffenen Verabredung alle eingereichten Anträge auf Ganztagsschulen genehmigt, unter anderem auch in Wunstorf, das gar nicht auf der Liste der Region stand. Inzwischen sind es über 400 Schulen in Niedersachsen, die eine Genehmigung für einen Ganztagsbetrieb erhalten haben. "Jetzt stellt sich heraus, dass die Mittel selbst für die bereits bewilligten Schulen gar nicht reichen", sagt Seelzes Erster Stadtrat Karsten Balzer. "Das ist absurd. Das Land genehmigt jeden Antrag, die finanziellen Folgen sollen aber allein die Kommunen tragen."

Ursprünglich wollte die Stadt Seelze in Kooperation mit der Geschwister-
Scholl-Schule schon im vergangenen Jahr den entsprechenden Antrag zur
Ganztagsschule stellen. Leider gelang es aber der Landesschulbehörde ein
Jahr lang nicht, die vakante Stelle des Schulleiters zu besetzen. Ein pädagogisches Konzept konnte die Schule, die nach Abschaffung der Orientierungsstufe gerade erst aus zwei Schulen zusammengeführt wurde, daher erst nach den Sommerferien in diesem Jahr erarbeiten. "Wie sich jetzt herausstellt, werden zwar Ganztagsschulstandorte bewilligt, wann aber wie viele Mittel, etwa zum unerlässlichen Bau einer Mensa fließen, dazu werden keine Aussagen getroffen", äußert sich Stadtdirektor Heiger Scholz empört. "Aber Schule und Schulträger sind dann verpflichtet, den Ganztagsbetrieb einzurichten." Vor einem Jahr, als der Rat notwendigerweise die Einführung der Ganztagsschule um ein Jahr auf 2006 verschoben hat, signalisierte das Land, dass dadurch keine Verschlechterung entstünde, sagt Scholz weiter. Mit Spannung erwartet er jetzt die Beschlüsse der Schule zu dem Thema. Die Ratsmitglieder im Ausschuss für Bildung und Freizeit wollen an den 250.000 Euro, die im Produktbuch für 2006 vorgesehen sind auf jeden Fall festhalten, um zusätzliche Angebote für die Hauptschüler zu unterstützen.

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