137 Bürger diskutieren über Stadtaufgaben 2006

11.10.2005

"Das Experiment Bürgerforum ist gelungen," resümiert Stadtdirektor Heiger Scholz zufrieden, nachdem am Freitag, 7. Oktober die erste Veranstaltung dieser Art in Seelze stattfand. 137 Bürger und 25 Ratsmitglieder zeigten sich durchweg zufrieden mit dem Bürgerforum. Alle lieferten sich engagierte Debatten zu den Themen Hallenbäder, Sauberkeit, Gebäudewirtschaft und Kindertagestätten. Die Anregungen der Bürger fließen jetzt in die Beratungen des Rates zum Produktbuch 2006 ein. Bis Ende Oktober erhalten alle Teilnehmer eine Dokumentation der Veranstaltung.

In Gruppen zu etwa vierzig Personen wanderten die Teilnehmer von einem Themenstand zum anderen. Besonders stark wurde über die beiden sanierungsbedürftigen Hallenbäder in Seelze und Letter diskutiert. Sehr wichtig finden danach 68 Prozent der Teilnehmer ein Hallenbad, weitere 20 Prozent wichtig, obwohl nur 35 Prozent ein Schwimmbad häufig besuchen und 32 Prozent von ihnen gar nicht. Detlef Schallhorn, Leiter der zuständigen Abteilung, konnte viele Anregungen und Bürgermeinungen mitnehmen. Vorgeschlagen wurde, einen Trägerverein für das Hallenbad Seelze zu gründen, nur schrittweise die beiden Bäder zu sanieren, die
Hallenbäder zu verkaufen und mehr für die Anlagen zu werben. Gefordert wurde eine bessere Bauüberwachung, mehr Angebote für Kinder, familienfreundliche Eintrittspreise und die Nutzung alternativer Energien. Das Schließen beider Bäder oder nur eines von beiden wurde ebenso diskutiert, wie der Erhalt beider Einrichtungen.

Abteilungsleiter Jürgen Suchopar führte in die neue zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt ein. Achtzig Gebäude mit einem Wert von 47 Millionen Euro unterhält die Stadt zur Zeit. Ihren Zustand bewerteten 79 Prozent beim Bürgerforum mit "geht so". Die Stadt solle versuchen zusätzliche Mieter zu gewinnen, das Gebäudemangement an eine private Firma abgeben, die Schüler bei den Schulgebäuden mehr in die Verantwortung nehmen und die Energiekosten weiter senken.

Nur wenigen Besuchern des Bürgerforums war bisher bekennt,
dass 85 Prozent aller Seelzer Kinder eine Kindertagesstätte besuchen. Für mehr Kostentransparenz für die 1.100 Betreuungsplätze plädierten die Forumsbesucher, die mit Fachbereichsleiterin Dagmar Balzer diskutierten. Vorgeschlagen wurde die Einführung weiterer Waldkindergärten, neuer Krippenplätze und integrativer Gruppen. Auch Familiengruppen und die Überprüfung der Qualität der Konzepte der Kindertagesstätten waren Thema. Nahezu alle Befragten halten Krippen-, Kindergarten - und Hortplätze für wichtig.

Gleich mit vier Fachleuten aus dem Rathaus informierte Fachbereichsleiterin Kornelia Sargin die Teilnehmer am Bürgerforum über die Sauberkeit in der Stadt. Immerhin neun Prozent von ihnen sind mit der Sauberkeit im Stadtgebiet zufrieden, 48 Prozent meinen "es geht so" und 43 Prozent sind unzufrieden. Gegen wilden Müll solle die Stadt Bußgeld verhängen, die Sauberkeit solle durch "Sheriffs" oder "Mülldetektive" kontrolliert werden, und feste Sperrmülltermine sollten eingeführt werden. Gefordert wird eine bessere Versorgung mit "Gelben Säcken". Für die Sauberkeit gibt die Stadt zur Zeit 308.000 Euro im Jahr aus, davon 77.000 Euro an ein Straßenreinigungsunternehmen. Dem gegenüber stehen Gebühreneinnahmen von 210.000 Euro. Es wurde angemerkt, dass im Herbst die Straßeneinläufe besser gesäubert werden sollen, die Reinigungstage besser bekannt gemacht werden müssten und die Effektivität der Reinigungsfahrzeuge steigen solle. Mehr "Ein-Euro-Kräfte" könnten das Straßenbegleitgrün von Abfall befreien, meinten Besucher. Dabei sollen Bund, Land und Stadt ihre Arbeiten besser koordinieren, so ein Vorschlag. Hundekot auf öffentlichen Straßen und Plätzen empfanden auch die 137 Besucher des Bürgerforums als Problem. Sie fordern unter anderem das Aufstellen geeigneter Behälter,
Verbotsschilder, eine Satzung und Kontrolle, um diese Verschmutzung zu mindern. Insgesamt dauerte das Bürgerforum viereinhalb Stunden. Fünfzig Prozent der Teilnehmer gaben bei einer Abfrage an, dass ihnen die Veranstaltung gut gefallen hat. 24 Prozent fanden sie sehr gut. Bürgermeister Horst Niebuhr kündigte eine Wiederholung des Bürgerforums an.

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