Runder Tisch A2: Kommunen suchen gemeinsam nach Lösungen

19.10.2018

Staus auf der Autobahn, überlastete Umleitungsstrecken, verärgerte Bürger

Erstmals haben sich Vertreter mehrerer betroffener Kommunen in der Region Hannover zu einem Runden Tisch zum Thema Stau- und Baustellensituation auf der A2 und den damit einhergehenden Umleitungsverkehren getroffen. Auf Einladung des Garbsener Bürgermeisters Christian Grahl beteiligten sich Vertreter der Städte Hannover, Langenhagen, Neustadt, Wunstorf, Barsinghausen und Seelze sowie Fachleute der Verkehrsmanagementzentrale Hannover (VMZ), der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie der Region Hannover an der Sitzung im Garbsener Rathaus. Im Fokus standen der gegenseitige Austausch zu aktuellen Problemlagen in den Kommunen sowie die Erarbeitung interkommunaler Lösungsansätze, beispielsweise ein Autobahnabfahrtsverbot für Lastwagen in Stausituationen, eine Optimierung von Lichtsignalanlagen auf Umleitungsstrecken, die Verlängerung von Autobahnabfahrten oder das Aufstellen von gezielten LED-Umleitungshinweisen.

„Es ist unsere Pflicht, die Belange und Probleme unserer Bürger im Zusammenhang mit Autobahn-Umleitungsverkehren ernst zu nehmen und Verbesserungen herbeizuführen“, sagte Bürgermeister Grahl zu Beginn der Veranstaltung. Der folgende rege Austausch zwischen den Behördenvertretern machte deutlich, dass einfache und schnelle Lösungen im komplexen und stark belasteten Verkehrssystem der Region Hannover nur schwer zu finden sind. Allein rund 120.000 Fahrzeuge sind täglich auf der A2 unterwegs, wie Kirsten Hauk von der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mitteilte.

„Zudem müssen die A7, die A352 und die B6 in die Betrachtungen aufgenommen werden. Sobald es auf einer dieser Strecken zu Baustellen kommt, hat dies Auswirkungen auf viele andere Straßen“, sagte Benjamin Gleue, Verkehrskoordinator der Stadt Neustadt.
Auch eine gute Nachricht hatte Behördenvertreterin Hauk im Gepäck: Nach zahlreichen Baustellen auf der A2 in diesem Jahr „wird es 2019 deutlich ruhiger“, so Hauk.

Bis zum nächsten Treffen Anfang 2019 sollen nun konstruktive Lösungsansätze auf ihre rechtliche Umsetzbarkeit geprüft werden. „Was rechtlich möglich ist, sollte umgesetzt werden“, so Seelzes Bürgermeister Detlef Schallhorn. Seelze wird die rechtliche Prüfung in Auftrag geben, unter welchen Voraussetzungen Sperrungen von Autobahnabfahrten für Lkw´s im Staufall möglich sind. Im Übrigen werden wir den Bundesverband der Fahrlehrer bitten, in die Ausbildung der Fahrschüler den Aspekt von frühzeitigen Geschwindigkeitsreduzierungen im Vorfeld von Staus aufzunehmen.
„Nötigenfalls sind Rechtsänderungen zu prüfen, um neuen Entwicklungen gerecht zu werden“, ergänzte Grahl.

Zum nächsten Termin sollen auch Vertreter der zuständigen Polizeibehörden eingeladen werden.

 

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