Zehn Senioren-Sicherheitsberater bieten ihre Hilfe an

17.07.2017

Was mache ich, wenn das Telefon klingelt und ich den Anrufer nicht kenne? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefern zehn Senioren-Sicherheitsberater, die auf Initiative der Polizei Seelze seit mehr als vier Jahren kostenlos ihre Hilfe anbieten

Als Bindeglied zwischen Senioren und der Polizei beraten die Ehrenamtlichen ihre Altersgenossen, um Gefahren wie Diebstähle in Alltagssituationen, Trickbetrug und Einbruch in ihr Bewusstsein zu rücken und Handlungsoptionen aufzuzeigen. So könne sich jeder gut vor dem sogenannten Enkeltrick schützen, meint Werner Brzuska, einer der Senioren-Sicherheitsberater der ersten Stunde. Bei einem Anruf eines angeblichen Enkels oder Verwandten, der wegen einer Notlage um Geld bittet, sollten Senioren besser auflegen und den Verwandten unter einer zuvor bekannten Nummer zurückrufen, rät er.

„Ein wichtiger Punkt ist, dass Senioren am Telefon grundsätzlich keine Angaben zu ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen machen sollten“, betont Melanie Schriefer, Kontaktbeamtin vom Polizeikommissariat Seelze. Und niemals sollten sie Geld in fremde Hände geben. Das gelte insbesondere auch bei Besuchen an der Haustür. Dort sei ohnehin Vorsicht geboten. Wenn jemand klingele und behaupte, er müsse den Zählerstand prüfen, sollten die Bewohner stets genau nachfragen und sich einen Ausweis zeigen lassen, bevor sie einen Unbekannten in die Wohnung lassen.

Einen weiteren Gefahrenpunkt sehen die von der Polizei in einem viertägigen Seminar ausgebildeten Senioren-Sicherheitsberater beim Einkaufen. Im Supermarkt sei zum Beispiel oft zu beobachten, dass Handtaschen oder Geldbörsen unbedacht im Einkaufswagen abgelegt werden. Dies sei für Diebe leichte Beute, hebt Schriefer hervor. Sie rät daher, Wertsachen stets am Körper zu tragen.

„Wir versuchen, älteren Menschen zu vermitteln, dass sie aufmerksamer und wachsamer sind“, erläutert Brzuska das Konzept der Seniorensicherheitsberater. Um dies zu erreichen, bieten die Ehrenamtlichen allen Seniorinnen und Senioren sowie Seniorengruppen Beratung in Sicherheitsfragen an und geben viele praktische Hinweise für den Alltag. Unabhängig von diesem Beratungsangebot könnten sich Seniorinnen und Senioren selbstverständlich an die Polizei wenden, um sich unter anderem vor Dieben, Trickbetrügern oder Einbrechern zu schützen. „Wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt, immer die Polizei anrufen“, sagt Schriefer.

Um den Kontakt zu erleichtern, stellt die Stadt Seelze die zehn Seniorensicherheitsberater mit ihrem Namen, ihrer Telefonnummer und einem Foto im Internet auf der Seite www.seelze.de/seelze/lebenswert/familien-soziales/infos-fuer-senioren/sicherheitsberater vor. Als Ansprechpartnerin in der Stadtverwaltung steht Martina Krapp, Abteilungsleiterin Soziale Betreuung, unter Telefon (05137) 828330 für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Melanie Schriefer, Kontaktbeamtin vom Polizeikommissariat Seelze, ist unter Telefon (05137) 827103 erreichbar. Das Polizeikommissariat Seelze ist durchgehend besetzt.
 

Seelzes Senioren-Sicherheitsberater (von links): Walter Senking, Werner Brzuska, Norbert Seiffert, Hubertus Gärtner, Heinrich Müller, Heinrich Seegers, Werner Huckschlag, Heidi Stempor und Horst Kaßauer bieten ihren Altersgenossen ihre Hilfe in Sicherheitsfragen an. Auf dem Foto fehlt Günter Röhrbein.
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