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Hundegesetz

Der Niedersächsische Landtag hat am 26. Mai 2011 das neue Hundegesetz verabschiedet.

Daraus ergeben sich für Hundebesitzer neue Pflichten. Seit dem 1. Juli 2011 muss für jeden Hund, der den siebten Lebensmonat vollendet hat, eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Dabei muss die Mindestversicherungssumme für Personenschäden 500.000 Euro und für Sachschäden 250.000 Euro betragen.

Zum gleichen Stichtag sind Hundebesitzer verpflichtet, ihren Hund der älter als sechs Monate ist, durch ein elektronisches Kennzeichen (Transponder) mit einer Kennnummer zu kennzeichnen. Bei diesem sogenannten „Chippen“ wird unter die Haut des Hundes an der linken Halsseite ein Chip platziert, welcher eine individuelle Kennnummer enthält. Über diesen soll eine Identifizierung des Hundes jederzeit möglich sein. Halterdaten werden auf diesem Chip nicht gespeichert. 

Seit dem 01.07.2013 ist jeder Hundehalter verpflichtet, sein Tier beim zentralen Hunderegister Niedersachsen anzumelden. Neben der Kennnummer des Chips werden dort weitere Daten zu Hund und Halter zentral erfasst. Die das zentrale Register führende Stelle ist das "KSN - Kommunales Systemhaus Niedersachsen GmbH". Hundehalter können die Registrierung im Internet unter www.hunderegister-nds.de  für eine Gebühr in Höhe von 17,26 € vornehmen. Eine telefonische oder schriftliche Anmeldung ist unter der Rufnummer 0441 / 39010400 möglich. Die Kosten hierfür betragen 27,97 €.

Ein weiterer Bestandteil des Hundegesetzes ist die Sachkundeerfordernis für alle Hundehalter, der sogenannte „Hundeführerschein“. Hundehalter müssen seit  dem 1. Juli 2013 bereits vor der Aufnahme der Hundehaltung nachweisen können, dass sie die theoretische Sachkundeprüfung erfolgreich abgelegt haben. Spätestens ein Jahr nach Aufnahme der Hundehaltung ist dann auch die praktische Sachkundeprüfung abzulegen.

Von dieser Regelung sind bestimmte Personengruppen ausgenommen, u.a. wer innerhalb der letzten 10 Jahre vor der Aufnahme der Hundehaltung, d.h. auch in der Vergangenheit, mindestens zwei Jahre lang ununterbrochen selbst einen Hund ohne Probleme gehalten hat. Als Nachweis darüber kann z.B. der Beleg über die Bezahlung der Hundesteuer dienen. Ein Hundehalter gilt in diesem Fall automatisch als sachkundig, da davon ausgegangen wird, dass ein unsachgemäß gehaltener Hund in den zwei Jahren auffällig geworden wäre. In erster Linie betrifft die Sachkundeerfordernis also Bürgerinnen und Bürger, die sich erstmalig einen Hund anschaffen. 

Weiterführende Fragen und Antworten finden Sie unter folgendem Link, der auf die Seite des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung führt: www.ml.niedersachsen.de/

Informationen zur Hundesteuer:

Zuständige Abteilung

Zuständige Mitarbeiter/innen

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