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Häusliche Gewalt - Wege finden

Wenn der Haussegen schief hängt und die Situation eskaliert!

Häusliche Gewalt ist jede Form von physischer und psychischer Gewalt in Beziehungen, die in der privaten Sphäre stattfindet. Sie wurde lange Zeit bagatellisiert und tabuisiert. Das Gewaltschutzgesetz (GewSchG) bietet seit dem 1. Januar 2002 grundsätzlich für jede Person, die Betroffen von häuslicher Gewalt ist, rechtlichen Schutz. In 90 % der registrierten Fälle häuslicher Gewalt sind Frauen die Betroffenen. Zunehmend suchen auch betroffene Männer, Rat und Schutz, stellen jedoch eine deutliche Minderheit dar. In den von Gewalt betroffenen Beziehungen leben häufig auch Kinder, die unter der  häusliche Situation direkt oder indirekt leiden und die sie ihr Leben lang prägt.

Was kann ich tun?

Wenn ich selbst von häuslicher Gewalt betroffen bin!
Dann seien Sie mutig ihre Situation zu ändern und nehmen Sie bitte eine der Hilfs- und Unterstützungsangebote anonym und kostenlos. Sie sollen in erster Linie dabei unterstützt werden für sich selbst den richtigen Weg aus ihrer derzeitigen Situation zu finden.

In Notfällen scheuen Sie sich nicht die örtliche Polizei, Polizeikommissariat Seelze, Tel. 05137-827115 um Hilfe zu bitten.

Wenn ich eine Kollegin, ein Nachbar oder (ehrenamtliche) Fachkraft im Verein oder Schule bin und mir nicht sicher bin, wie ich reagieren soll und was ich tun kann.
Dann stehen Ihnen auch die Hilfs- und Unterstützungsangebote der folgenden Einrichtungen kostenlos und anonym zur Verfügung.

Das Schlimmste, was sie tun können, ist - nichts zu tun!
Sie sollten die betroffene Person ansprechen und damit zeigen, dass es Ihnen nicht gleichgültig ist, wenn jemand von Gewalt betroffen und eine der Beratungsstelle anrufen oder aufsuchen, um ein Vorgehen zu besprechen.

Wenn sie denken, sofort handeln zu müssen, rufen sie als erstes die Polizei an - das kann auch anonym erfolgen.

Auszug von Hilfs- und Unterstützungsangeboten:

Wie erkenne ich, dass eine Person von Gewalt betroffen ist?
Hilfreiche Tipps gibt es unter: www.stärker-als-gewalt.de/downloads

Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen

Bundesweites Hilfetelefon
Falls sie anonym mit einer Person sprechen wollen ist das Bundesweite Hilfetelefon mit ihrem 24 Stundenservice auch nachts für eine telefonischen Erstberatung für Frauen mehrsprachig und kostenlos unter der Telefonnummer 08000 116 016 für sie da. (siehe auch unter Rubrik Infothek)

Frauenberatung Seelze

Beratung für Frauen in Krisensituationen, bei Trennung und Scheidung oder in Fällen von häuslicher Gewalt

Schillerstraße 2
30926 Seelze

Telefonische Beratung oder persönliche Beratung nach telefonischer Terminvereinbarung ist von Montag bis Freitag möglich. Telefon: 01520 9895671

frauenberatung.seelzegarbsen@awo-hannover.de

Die Beratungsstelle ist eine Kooperation der Region Hannover, der Stadt Seelze und der Stadt Garbsen, verantwortlich für die Beratungsstelle Seelze ist die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.

Informationen und Kontaktdaten für Aushänge zum Download: Plakat Frauenberatung - Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

In akuten Notsituationen oder akuten Verdachtssituationen
Polizeikommissariat Seelze, Tel. 05137-827115

Fachberatungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen
Violetta Hannover

Telefonische Sprechzeiten unter Tel.0511/85 55 54
E-Mail: info@violetta-hannover.de

Fachberatung von Schutz von Kindern und Jugendlichen
Berufliche oder ehrenamtliche Fachberatung bei Vermutung der Kindeswohlgefährdung
Tel. 0511/27078522
Handzettel Fachberatung von Schutz von Kindern und Jugendlichen

Beratung für Männer und Jungen die von Gewalt betroffen sind
Beratungsstelle Anstoß e.V.
Tel. 0511/123 589 11
Männerbüro Hannover e.V.
Tel. 0511/123 589-0
E-Mail: anstoss@maennerbuero-hannover.de

Pro Beweis, Standort Hannover
Professionelle Beweissicherung für die Betroffenen von Gewalt ohne Anzeigenverpflichtung.

ProBeweis bietet Ihnen Hilfe und Unterstützung bei häuslicher und/oder sexueller Gewalt und dokumentiert die Beweise unabhängig von einer Anzeige. Das sichert Ihnen die Möglichkeit, auch später noch gegen den Verursacher oder die Verursacherin mit Beweisen vorgehen zu können.

Denn: Vielen Betroffenen fällt es sehr schwer, nach erlebter Gewalt sofort zu entscheiden, ob sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen oder nicht. Für ein mögliches späteres Gerichtsverfahren ist es jedoch wichtig, zeitnah nach der Gewalterfahrung Befunde und Spuren fachkundig zu dokumentieren und zu sichern. Viele Betroffene bedauern später, nach einer ersten Phase der Verarbeitung des Geschehenen, dass sie keine Beweise sichern konnten. ProBeweis gibt Ihnen in dieser besonderen Situation die Möglichkeit der Beweissicherung OHNE Verpflichtungen. Lassen Sie sich anonym beraten:

Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Rechtsmedizin, Gewaltambulanz, Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Tel. 0511 532-4599, Handy 0176 1532-1841
www.mh-hannover.de

Beratung für Männer, die Gewalt in der Beziehung ausüben „Wege aus der Gewalt“
Männerbüro Hannover e.V.
Tel. 0511/123 589-0
ausweg@maennerbüro-hannover.de
www.maenerbuero-hannover.de

Information für Aushänge zum Download: Gewalttätig in der Beziehung?

Nummer gegen Kummer
Telefonische Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern in Krisensituationen
Hilfetelefon 116111
https://www.nummergegenkummer.de

Seelzer Runde Tisch gegen häusliche Gewalt

Dem Thema häusliche Gewalt widmen sich der „Seelzer Runde Tisch gegen häusliche Gewalt“. Ein Gremium, das sich aus Institutionen zusammensetzt, die beruflich an diesem Thema arbeiten. Vorhandene Fachkompetenz und praxiserprobte Formen der Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen werden diskutiert, verstärkt vernetzt und weiter entwickelt, um schnell und bedarfsorientiert Betroffenen Hilfe anbieten zu können.

Die Mitglieder setzen sich aus Vertretungen der Polizei, des Jugendamts, der Frauenberatungsstelle, der BISS-Koordinierungsstelle und des Frauenhauses der AWO Region Hannover, des Sozialpsychiatrischer Dienstes der Region, der Familien- und Erziehungsbeistände Neustadt, Seelze, des Frauenhauses Hannover, der Integrationsbeauftragten der Stadt, dem Männerbüro Hannover e.V. und einer Rechtsanwältin zusammen.

Koordiniert wird der Runde Tisch von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Seelze.
Darüber hinaus ist die Aufklärungsarbeit der Öffentlichkeit ein erklärtes Ziel des Runden Tisches.

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen

wird seit den 80er Jahren am 25.11. jedes Jahr begangen und seit 1999 als Gedenktag von den Vereinten Nationen anerkannt. Begleitet wird der Tag durch Kampagnen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes. Weitere Informationen finden Sie unter: www.frauenrechte.de